Direkt zum Inhalt
BengalinatorsNiederösterreich
2 Kittenverfügbar

Die Rasse

Eine Wildkatze steht am Anfang.

Die Bengal geht auf eine Kreuzung aus Hauskatze und Asiatischer Leopardkatze zurück, einer kleinen Wildkatze aus Süd- und Ostasien. Aus dieser Verbindung stammt die Zeichnung — und ein gutes Stück des Temperaments.

Charakter

Kein Leopard — aber auch keine Sofakatze.

Vom Wildtier ist bei einer Bengal aus normaler Zucht genetisch fast nichts übrig. Vom Temperament schon. Nicht Wildheit — aber Wachheit, Ausdauer und ein Kopf, der etwas zu tun braucht.

Was sie braucht

  • Höhe. Regalbretter, ein Kratzbaum bis zur Decke, ein Fensterplatz oben.
  • Beschäftigung für den Kopf, nicht nur für die Pfoten — Suchspiele, Futterrätsel, Neues.
  • Gesellschaft. In aller Regel eine zweite Katze, wenn tagsüber niemand da ist.
  • Jemanden, der mit ihr redet. Bengalen antworten.

Was sie gibt

  • Anhänglichkeit, die eher an einen Hund erinnert als an eine Katze.
  • Sie holt geworfenes Spielzeug zurück, und zwar von selbst.
  • Sie lernt schnell — Türklinken, Schubladen, Wasserhähne.
  • Sie bleibt bis ins Alter verspielt.

Wer sich auf die Rasse einlässt und dem gerecht wird, bekommt einen außergewöhnlichen Begleiter. Wer eine pflegeleichte Katze sucht, bekommt ein Problem — und die Katze auch.

Unsere drei

Ruhig, und trotzdem Bengal.

Terra, Skrillex und Gaia sind ausgesprochen ruhige, freundliche Tiere. Keines von ihnen hat die Bedürfnisse einer Wildkatze — sie schlafen auf der Couch, lassen sich anfassen und gehen auf Besuch zu statt weg.

Das ist kein Zufall: Wesen wird mitvererbt, und wir verpaaren danach. Ein ruhiger Charakter ist uns wichtiger als eine besonders auffällige Zeichnung.

Versprechen können wir es trotzdem nicht. Jedes Kitten ist ein eigenes Tier, und was daraus wird, entscheidet zur Hälfte das Zuhause.

Ehrlich gesagt

Für wen eine Bengal nicht taugt.

Es scheitert fast immer an derselben Stelle: an der Zeit. Eine Bengal, die sich langweilt, sucht sich selbst eine Aufgabe — und die gefällt dann niemandem. Vorhänge, Kabel, nächtliches Toben, im schlimmsten Fall Unsauberkeit.

Das ist kein Charakterfehler der Katze. Es ist eine Rasse, die auf Betrieb ausgelegt ist, in einem Haushalt, der keinen bietet. Wer den ganzen Tag außer Haus ist, sollte zwei nehmen oder keine.

Das schreiben wir nicht, um Sie abzuschrecken. Wir schreiben es, weil jedes Jahr Bengalen im Tierheim landen, deren Menschen sich eine ruhige Katze vorgestellt hatten. Ein ehrlicher Absatz hier ist billiger als eine Katze, die zurückkommt.

Passt eine Bengal zu Ihnen?

Herkunft

Aus einer Kreuzung entstanden.

Die Bengal ist eine junge Rasse. Sie entstand ab den 1960er-Jahren in den USA aus der Kreuzung der Asiatischen Leopardkatze Prionailurus bengalensis mit Hauskatzen — mit dem erklärten Ziel, ein Tier zu bekommen, das aussieht wie eine Wildkatze und lebt wie eine Hauskatze.

Von der Wildform stammt im Wesentlichen das Fell. Alles andere — Größe, Wesen, Ansprüche — kommt aus den vielen Hauskatzengenerationen dazwischen. Wie viele das sind und wo das Gesetz die Grenze zieht, steht gleich darunter.

Der Ruf

„Ist das nicht eine Wildkatze?“

Die Frage kommt fast immer. Über kaum eine Rasse kursieren so viele Halbwahrheiten — dass die Haltung verboten sei, dass man eine Genehmigung brauche, dass so ein Tier im Grunde ein kleiner Leopard sei. Deshalb hier die Antwort, bevor Sie fragen müssen.

  1. F1

    50 %

    Kind einer echten Leopardkatze

    Haltung in Österreich verboten

  2. F2

    25 %

    Enkel

    Haltung in Österreich verboten

  3. F3

    12,5 %

    Urenkel

    Haltung in Österreich verboten

  4. F4

    6,25 %

    Ururenkel — Verbände lassen hier zur Ausstellung zu

    Haltung in Österreich verboten

  5. F5+

    3,1 %

    Ab hier: Hauskatze. Das sind unsere.

    Haltung erlaubt

Rechtsgrundlage: § 9 der 2. Tierhaltungsverordnung. Bis zur vierten Generation stehen die Tiere zusätzlich nach EU-Verordnung (EG) 338/97 unter Artenschutz. Die Prozentangaben sind rechnerische Mittelwerte — im Einzeltier kann der Anteil abweichen.

Was daran stimmt

Die ersten vier Generationen nach der Leopardkatze sind tatsächlich Wildtiere, und ihre Haltung ist in Österreich tatsächlich verboten. Wer so ein Tier anbietet, verstößt gegen das Gesetz — und dass es diesen Handel gibt, ist der Grund für den schlechten Ruf.

Was nicht stimmt

Praktisch jede Bengal, die in Europa als Hauskatze verkauft wird, ist viele Generationen davon entfernt. Rechnerisch trägt sie weniger als drei Prozent Wildanteil — weniger, als manche Hauskatze an Wildkatzeneinschlag hat. Sie ist keine Wildkatze, sie braucht keine Genehmigung, und sie darf ganz normal gehalten werden.

Die Zeichnung

Rosette ist nicht gleich Tupfen.

Das ist der Unterschied, an dem man eine Bengal von einer getigerten Hauskatze unterscheidet — und fast keine Zuchtseite erklärt ihn. Wer ihn einmal gesehen hat, erkennt ihn danach auf jedem Foto.

Rosette

Offener Ring mit hellerem Kern

Das Kennzeichen der Bengal. Ein dunkler Rand umschließt eine hellere Mitte, aber nie ganz — die Rosette ist immer an einer Seite offen. Je klarer der Rand vom Kern absteht, desto besser gilt die Zeichnung.

Tupfen

Einfarbiger Fleck ohne Rand

Ein einfarbiger Fleck ohne hellere Mitte. Auch ein Bengal-Muster, aber das einfachere — jede getigerte Hauskatze kann Tupfen haben. Viele Kitten fangen getupft an und entwickeln die Rosetten erst.

Marmor

Fließende Bänder statt Flecken

Kein Fleckenmuster, sondern fließende Wirbel wie in Marmorstein. Entsteht aus einem rezessiven Erbgang: beide Eltern müssen es tragen, auch wenn sie selbst getupft aussehen.

Charcoal

Dunkle Maske und Umhang

Kein eigenes Muster, sondern eine Verdunklung darüber: ein dunkler Rückenstreifen wie ein Umhang und eine Maske im Gesicht. Terra hat das. Es hat keinen eigenen EMS-Code und wird als Zusatz geschrieben.

Farbvererbung

Was kann aus einer Verpaarung fallen?

Vier Genorte entscheiden über die Farbe einer Bengal. Wählen Sie zwei Elterntiere, und der Rechner zeigt, welche Farben möglich sind und wie wahrscheinlich jede davon ist.

  • 25.0 %Melanistic (schwarz)
  • 18.8 %Silver · getupftBEN ns 24
  • 18.8 %Brown · getupftBEN n 24
  • 9.4 %Silver · getupft · CharcoalBEN ns 24
  • 9.4 %Brown · getupft · CharcoalBEN n 24
  • 6.3 %Silver · gemarmeltBEN ns 22
  • 6.3 %Brown · gemarmeltBEN n 22
  • 3.1 %Silver · gemarmelt · CharcoalBEN ns 22
  • 3.1 %Brown · gemarmelt · CharcoalBEN n 22

Das sagt, was fallen kann — nicht, was fällt. Bei vier Kitten sind Abweichungen von der Wahrscheinlichkeit die Regel, nicht die Ausnahme. Und was eine Katze verdeckt trägt, sieht man ihr nicht an: Das zeigt erst ein Gentest oder der erste Wurf.

Größe

Kaum größer als eine Hauskatze.

Eine Bengal wirkt größer, als sie ist — sie ist länger gebaut und muskulöser, wiegt aber kaum mehr. Wer einen kleinen Leoparden erwartet, wird enttäuscht sein.

Hauskatze

rund 46 cm Körperlänge · 4 kg

Bengal

rund 55 cm Körperlänge · 5,5 kg

Asiatische Leopardkatze

rund 60 cm Körperlänge · 4,5 kg

Kater sind durchweg schwerer als Katzen. Die Werte sind Mittelwerte, kein Versprechen.

Wie weiter

Interesse an einem Kitten?

Der Eintrag auf die Warteliste kostet nichts und verpflichtet zu nichts. Geld fließt erst, wenn ein bestimmtes Kitten für Sie reserviert ist — dann 900 Euro Anzahlung, die auf den Preis angerechnet wird.

Noch unsicher? Passt eine Bengal zu Ihnen?